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Aktuelles

Wir möchten uns ehrfurchtsvoll dem Nachruf der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin anschließen.

Ohne persönlichen Rat und Tat von Frau Radoy in den vielen Jahren wäre Pflege-Brücke heute nicht das Gleiche.

Wir sind dankbar, dass wir ein Teil zurückgeben durften, als sie in ihren letzten Lebensjahren unsere pflegerische Unterstützung angenommen hatte.

Die wundervoll von ihr gestalteten Ostereier, welche wir 2013 und 2023 zu unseren Firmenjubiläen erhielten, werden ihre Ehrenplätze bei Pflege-Brücke behalten.

Wir werden in schwierigen Momenten ihren Rat vermissen und uns in schönen Momenten an ihr Wirken erinnern.

Julia Wilde und Jana Tschakert
Geschäftsführung der Pflege-Brücke GmbH

Zum Tod von Renate Radoy

Veröffentlicht auf https://www.ruedersdorf.de/news/2025/11-nov/zum-tod-von-renate-radoy/

Am Samstag, dem 15. November 2025, ihrem 94. Geburtstag, ist Renate Radoy unerwartet verstorben. Mit ihr verliert die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin eine engagierte Bürgerin, die in vielerlei Hinsicht das Leben in der Gemeinde prägte und weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt war.

Als Künstlerin gravierte Renate Radoy Eier mit unterschiedlichsten Motiven. Besonders stolz war sie darauf, Goethes Osterspaziergang auf einem Osterei eingraviert zu haben. Aber auch Motive aus unserer Gemeinde und der Region – prägnante Ansichten von nicht mehr existierenden oder noch bestehenden Gebäuden und Straßenzügen – prägten ihre Kunst. Jedes Werk zeugt von außergewöhnlicher Präzision, Fantasie und Hingabe. Zu besonderen Anlässen gestaltete sie zudem die mittlerweile patentierten Memory-Eier, die als Erinnerung an Veranstaltungen beispielsweise an Künstlerinnen und Künstler verliehen wurden.

Als Kunstliebhaberin lebte sie die Idee einer Kulturmetropole Rüdersdorfs und kämpfte für die Kultur im ländlichen Raum. Sie wirkte selbst in Inszenierungen des TRS mit und war als begeisterte
Zuschauerin vor Ort – ob im Kulturhaus, im Museumspark, in Berlin oder in Barby. Besonders gelang es ihr, die Herzen der Jüngsten zu gewinnen, die strahlten, wenn ihre „Pelle-Omi“ bei Auftritten anwesend war und mit Freude beobachtete, wie der Nachwuchs Kunst gestaltete.

Ihren wichtigsten Beitrag leistete Renate Radoy jedoch als Mensch, der nie davor zurückschreckte, ihre Meinung klar zu äußern, Haltung zu zeigen und klare Kante zu wahren. Als Zeitzeugin des Zweiten Weltkrieges berichtete sie eindrucksvoll und mit Nachdruck von ihren Erlebnissen, schilderte, was sie bis heute bewegte, und machte deutlich, wohin Hass, Ausgrenzung und Gewalt führen – stets mit Witz und Charme, aber mit unmissverständlicher Haltung.

In tiefer Dankbarkeit vor ihrem Wirken bis zum Schluss verneigen wir uns vor ihrem Lebenswerk. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei der Familie, der wir alles Gute und viel Kraft wünschen.